Scutum (lat.) Schild Abk. Sct

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Geschichte:
Das Sternbild stellt den Wappenschild des Polenkönigs Sobieski dar und soll an dessen Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung im Jahre 1683 erinnern. Es gehört zu den zehn ohne Mythologie, die erst im 17. Jahrhundert von dem Danziger Ratsherrn und späteren Bürgermeister Johannes Hevelius (1611 - 1687) eingeführt (und posthum 1690 in seinem Werk "Prodromus Astronomiae" veröffentlicht) wurden, um die Lücken zwischen den klassischen Sternbildern der Antike zu füllen, nämlich: Eidechse, Einhorn, Fliege, Füchschen, Giraffe, Jagdhunde, Kleiner Löwe, Luchs, Schild und Sextant.

Lage/Sichtbarkeit:
Das Sternbild ist das fünftkleinste des gesamten Himmels und befindet sich rund 10° südlich des Himmelsäquators bei rund 19h Rektaszension, sodass es in unseren Breiten im Sommer abends tief über dem Südhorizont gesehen werden kann. Nachbarsternbilder sind (nördlich, dann im Uhrzeigersinn): Schlange, Schütze und Adler.


helle Sterne:
(Fehlanzeige)

sonstige Objekte:
► Beim halbregelmäßig veränderlichen Stern R (im Norden des Sternbildes gelegen) handelt es sich um einen gelben Riesen, dessen Helligkeit etwa alle 140 Tage zwischen 4,4 und 8,2m schwankt.
► Der wunderschöne, dicht gedrängte offene Sternhaufen M 11 (im Nordosten des Sternbildes gelegen; 5 600 Lichtjahre (LJ) entfernt) hat rund 100 Mitglieder der Größe 11, die es zusammen auf 5,8m bringen und als "Wildente" bezeichnet werden. - Abb. 1
► Der südwestlich davon gelegene offene Sternhaufen M 26 (5 000 LJ) ist mit exakt 8. Größe bei weitem nicht so eindrucksvoll. - Abb. 2

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