Lacerta (lat.) Eidechse Abk. Lac

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Geschichte:
Das Sternbild gehört zu den zehn ohne Mythologie, die erst im 17. Jahrhundert von dem Danziger Ratsherrn und späteren Bürgermeister Johannes Hevelius (1611 - 1687) eingeführt (und posthum 1690 in seinem Werk "Prodromus Astronomiae" veröffentlicht) wurden, um die Lücken zwischen den klassischen Sternbildern der Antike zu füllen, nämlich: Eidechse, Einhorn, Fliege, Füchschen, Giraffe, Jagdhunde, Kleiner Löwe, Luchs, Schild und Sextant. Hevelius selbst begründet die Einführung der Eidechse folgendermaßen: "Hier konnte man nur ein kleines Tier unter die Sterne versetzen. Die Eidechse aber ist klein, und die lichtschwachen Sterne funkeln wie die zarten Schuppen, die den Körper der Eidechse bedecken." - Außer "Lacerta" hat es noch die lateinische Bezeichnung "Stellio", die Sterneneidechse, für dieses Sternbild gegeben. Übrigens konnten sich zwei Versuche, es mit Herrschern in Verbindung zu bringen, nicht durchsetzen: 1679 wurde es zu Ehren des Sonnenkönigs Ludwig XIV. "Zepter in der Hand der Gerechtigkeit" getauft, im Jahre 1787 dann "Friedrichsehre" - als Anerkennung für den gleichnamigen Preußenkönig.

Lage/Sichtbarkeit:
Das Sternbild befindet sich rund 50° südlich des Himmelsäquators bei rund 22h Rektaszension, sodass es in unseren Breiten als Zirkumpolarsternbild stets über dem Horizont steht. Nachbarsternbilder sind (nördlich, dann im Uhrzeigersinn): Kepheus, Schwan, Pegasus, Andromeda und Kassiopeia.


helle Sterne:
(Fehlanzeige)

sonstige Objekte:
► Der offene Sternhaufen NGC 7243 liegt mit der Helligkeit 6,4m im Nordwesten des Sternbildes. - Abb. 1

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