Canis Maior (lat.) Großer Hund Abk. CMa

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Geschichte:
Der griechischen Mythologie nach begleitet der Große Hund zusammen mit dem Kleinen Hund den Himmelsjäger Orion (s. dort); sie sind gewissermaßen Jagdhunde. Schon Aratos (275 v. Chr.) spricht vom Wachhund des Orion, aber auch vom "hitzigen" Hund, der eine gewaltige, verdörrende Glut aushaucht, die saftlos hängende Blätter beschert. - Für das ägyptische Volk ist der Hauptstern Sirius (s. u.) von großer Bedeutung, weil sein erstmaliges Erscheinen am Morgenhimmel in der Regel die alljährliche Nilschwemme markiert; sie sahen in ihm zeitweilig auch ihren Gott Anubis verkörpert, der als Totengott mit einem Schakal- oder Hundekopf dargestellt wird, was wiederum auf dieses Sternbild hindeutet. Auch in der babylonischen Vorstellung zeigt es einen Hund, nämlich den der Sonne. Der persische Kulturkreis sah in diesem Bild Tir, den Pfeil - während man im hinduistischen von Sukra, dem Stern des Regens bzw. des Regengottes sprach. - Abb. 1

Lage/Sichtbarkeit:
Das Sternbild befindet sich rund 20° südlich des Himmelsäquators bei rund 7h Rektaszension, sodass es in unseren Breiten im Winter abends tief über dem Südhorizont gesehen werden kann. Nachbarsternbilder sind (nördlich, dann im Uhrzeigersinn): Einhorn, Hase, Taube und Hinterdeck.


helle Sterne:
► Der weiße Hauptstern Sirius (griech. für "Funkeln") strahlt mit -1,44m als hellster Stern am Himmel und ist mit nur 8,69 Lichtjahren (LJ) Entfernung auch einer der nächsten; als eine der Ecken des Wintersechsecks zeigt er den Beginn der Nilschwemme (s. o.) - und für uns der "Hundstage" - an.
► Der blaue Stern Mirzam (715 LJ) ist ein Riese der Größe 1,98.
► Als gelber Überriese ist der Stern Wezen zwar größer, mit 3 000 LJ aber auch erheblich weiter weg, woraus eine Helligkeit von 1,86m resultiert.
► Der blaue Riesen-Stern Adhara (490 LJ) ist wiederum mit 1,50m zweithellstes Objekt dieses Sternbildes.

sonstige Objekte:
► Der offene Sternhaufen M 41 (südlich von Sirius; 2 300 LJ) überrascht trotz seiner südlichen Position ob seiner Sternenfülle, die ihn mit 80 Mitgliedern und 4,5m bereits mit bloßem Auge erkennen lassen. - Abb. 2
► Beim offenen Sternhaufen NGC 2362 (nordöstlich von Wezen; den blauen Riesenstern τ (tau) umgebend) können mit Ferngläsern bis zu 40 Sterne beobachtet werden, die gemeinsam als Gestirn 4. Größe leuchten. - Abb. 3

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