Cetus (lat.) Walfisch Abk. Cet

Übersichtskarte/Abbildungen: nächstes Sternbild >

Geschichte:
Bei diesem Sternbild handelt es sich selbstverständlich nicht um ein zoologisches Tier - schließlich ist ein Wal kein Fisch -, sondern nach der griechischen Mythologie um das Meeresungeheuer, welches von Nereus ausgesandt worden war, um vor der Küste Äthiopiens Unruhe zu stiften und schließlich Andromeda, die Tochter des Königspaares Kepheus und Kassiopeia (s. dort) zu töten - und dabei selbst von Perseus in einen Stein verwandelt wurde. - Abb. 1

Lage/Sichtbarkeit:
Das Sternbild ist das viertgrößte des gesamten Himmels und befindet sich rund 10° südlich des Himmelsäquators bei rund 2h Rektaszension, sodass es in unseren Breiten im Herbst abends tief über dem Südhorizont gesehen werden kann. Nachbarsternbilder sind (nördlich, dann im Uhrzeigersinn): Fische, Wassermann, Bildhauer, (Chemischer) Ofen, (Fluss) Eridanus, Stier und Widder.


helle Sterne:
► Der Hauptstern Menkar (arab. für "Nase") ist ein unverbundener Doppelstern in 130 Lichtjahren (LJ) Entfernung, bei dem ein 2,53m heller roter Riese von einem blauen Partner 6. Größe begleitet wird.
► Der orange gefärbte Stern Deneb Kaitos (arab. für "Schwanz des Walfisches"; 64 LJ) ist mit der Größe 2,04 sogar noch etwas lichtstärker.
► Der gelbe Stern τ (tau) (nur 11,85 LJ) ist ein Zwerg von 3,50. Größe, der von allen Sternen der näheren Umgebung der sonnenähnlichste ist.

sonstige Objekte:
► Entdeckt wurde der langperiodisch veränderliche Stern Mira ("Der Wunderbare" südwestlich von Menkar; 250 LJ), Prototyp seiner Klasse mit einer Helligkeit, die alle 331 Tage zwischen 1,6 und 10,1m schwankt, von dem holländischen Pfarrer David Fabricius im Jahre 1596.
► Auf die nur 8,8m helle spiralförmige Galaxie M 77 (zwischen Menkar und Mira; 60 Mio. LJ) mit ihrem sternförmigen Zentrum blicken wir genau von oben. - Abb. 2

Countomat Webcounter und Webstatistik (Statistik und Logfileanalyse, Counter) zurück zur Startseite