Camelopardalis (lat.) Giraffe Abk. Cam

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Geschichte:
Das Sternbild gehört zu den zehn ohne Mythologie, die erst im 17. Jahrhundert von dem Danziger Ratsherrn und späteren Bürgermeister Johannes Hevelius (1611 - 1687) eingeführt (und posthum 1690 in seinem Werk "Prodromus Astronomiae" veröffentlicht) wurden, um die Lücken zwischen den klassischen Sternbildern der Antike zu füllen, nämlich: Eidechse, Einhorn, Fliege, Füchschen, Giraffe, Jagdhunde, Kleiner Löwe, Luchs, Schild und Sextant.

Lage/Sichtbarkeit:
Das Sternbild befindet sich rund 70° nördlich des Himmelsäquators bei rund 6h Rektaszension, sodass es in unseren Breiten als Zirkumpolarsternbild stets über dem Horizont steht. Nachbarsternbilder sind (nördlich, dann im Uhrzeigersinn): Kepheus, Kassiopeia, Perseus, Fuhrmann, Luchs, Großer Bär, Drache und Kleiner Bär.


helle Sterne:
► Bei dem 1 500 Lichtjahre entfernten Doppelstern β (beta), dem hellsten Objekt des Sternbildes, wird ein 4,03m heller gelber Überriese von einem Partner der Größe 9 begleitet - sichtbar in guten Ferngläsern.

sonstige Objekte:
► Der Doppelstern Σ (Sigma) (in der Nähe von Polaris) ist ein schönes Paar weißer Sterne 5. und 6. Größe, die in kleinen Teleskopen leicht zu trennen sind.
► Beim kleinen offenen Sternhaufen NGC 1502 (westlich von β (beta)) erkennt man etwa 15 Sterne, von denen sich zwei als Doppelsterne zeigen: ein Paar der Größe 6, das andere der Größe 9. - Abb. 2
► Die Spiral-Galaxie NGC 2403 (nordöstlich von β (beta); 11 Mio. LJ) bietet mit einer Helligkeit von 8,4m bereits im Fernglas einen schönen Anblick.

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